Koenig & Bauer präsentiert neues High-End-Modell im MittelformatRapida 106 X – Der neue Leistungsmaßstab im industriellen Druck

  • Zahlreiche Funktionen für höhere Produktivität und autonome Prozesse
  • Maschinendesign: souverän und zukunftsweisend
  • Plattenlogistik: ohne manuelle Eingriffe vom Belichter direkt in den Plattenwechsler
  • Weltpremiere: 20.000 Bogen/h im Schön- und Widerdruck
  • High-End Qualitätsregelung
  • Smarte Bedienkonzepte
  • Umfangreiche Angebote für höhere Verfügbarkeit und mehr Leistung

Mit der Rapida 106 X bringt Koenig & Bauer neue Hochleistungs-Bogenoffsetmaschinen für das Mittelformat 740 x 1.060 mm auf den Markt. Sie erfüllt alle Ansprüche an Automatisierung, Digitalisierung und Workflow-Lösungen, die heute denkbar sind und ist damit erneut wegweisend für den industriellen Offsetdruck der Zukunft.

Typische Akzidenzmaschine: Rapida 106 X als Achtfarbenmaschine mit Bogenwendung für den 4 über 4-Druck und zusätzlichem Lackturm (1)

Souverän, dynamisch und werthaltig – diese Eigenschaften verkörpert die Rapida 106 X mit ihrem neuen preisgekrönten Design. Seitenwände aus Sicherheitsglas, ein neues Bedienkonzept mit Touch-Panels und eine kraftvolle Formensprache weisen sie als modernen Druckautomaten aus. Man sieht auf einen Blick – es handelt sich um die leistungsfähigste Rapida, die es je gab.

Ziel der neuen Rapida 106 X-Serie ist es, durch einen weiteren Leistungsschub die Unternehmen noch profitabler zu machen. Fünf Kriterien tragen u. a. hierzu bei:

1.     Kürzere Rüstzeiten – schneller zum Druck

Um bei den Rüstzeiten keine Sekunde zu verschenken, verfügt die Rapida 106 X über wegweisende und exakt aufeinander abgestimmte Features. Diese reichen vom simultanen Plattenwechsel unter einer Minute mit ungekanteten und prozesslosen Platten über eine Vielzahl parallel ablaufender Rüstprozesse bis hin zum autonomen Druck einer Folge von Aufträgen mit automatischem Start des Gutbogenzählers (AutoRun). In dieser Automatisierungsstufe wird die Rapida 106 X zu einem perfekten Druckautomaten.

Sobald der Bogenzähler die Sollauflage des aktuellen Druckjobs erreicht hat, schaltet sich der Druck ab und die Rapida 106 X geht automatisch in den Auftragswechsel. Ist dieser abgeschlossen, beginnt ohne Eingriff eines Bedieners der Druck des Folgejobs. Die Mess- und Regelsysteme erkennen selbstständig, wann die vorgegebenen Qualitätsmerkmale im Druck erreicht sind und schalten den Gutbogenzähler ein. Ist die Auflage gedruckt, geht die Maschine erneut in den Jobwechsel. Dieser Prozess wiederholt sich so lange, bis die komplette Auftragskette abgearbeitet ist.

Für die Verpackungsproduktion höher gesetzt Rapida 106 X mit sieben Druckwerken, Doppellack-Ausstattung, einem weiteren Druckwerk nach dem ersten Lackturm sowie Kaltfolieneinrichtung FoilTronic (2)

Plattenlogistik bis ans Druckwerk heran

Genauso hoch automatisiert arbeitet die neue PlateTronic Plattenlogistik, mit der Koenig & Bauer die neue Rapida 106 X auf Wunsch ausstattet. Sie ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel an die Anforderungen in jedem Unternehmen anpassen.

Von der Jobvorbereitung im PPS-System LogoTronic Professional über den Plattenbelichter, die Zuführung der Druckplatten an die Maschine und in die entsprechenden Werke sowie den Abtransport der alten Druckplatten läuft der Prozess ohne jegliche manuelle Eingriffe ab. Innerhalb der Logistik ordnen sich die Platten den jeweiligen Druckwerken zu, so dass sich die Reihenfolge, in der die Platten an die Maschinen gelangen, ständig ändern kann. Die Logistik von Koenig & Bauer führt die Druckplatten direkt in die Plattenwechsler. Die Bediener kümmern sich ausschließlich um die Prozessüberwachung.

Gerade bei Akzidenzbetrieben mit kurzen Auflagen oder häufigen Sprach- bzw. Signaturwechseln bietet die Plattenlogistik wichtige Produktivitäts-Vorteile. Während des Drucks von vielleicht 350 Bogen alte Druckplatten aus acht oder mehr Wechselschächten entfernen und die gleiche Anzahl neuer Druckplatten einlegen – das kann ein Bediener nur kurze Zeit stemmen. Die Technik ist hier deutlich im Vorteil und sorgt dafür, dass die Rapida 106 X immer wieder schnell in Druck kommt.

Neu: PlateTronic-Plattenlogistik bis in die Schächte der Plattenwechsler hinein. Vom Plattenbelichter über die Plattenspeicher bis hin zum Plattenwechsler laufen alle Prozesse vollautomatisch ab (3)

2.     Höhere Leistung – schneller im Druck

Als Weltpremiere erreicht die Rapida 106 X im Schön- und Widerdruckbetrieb Leistungen bis zu 20.000 Bogen/h. Damit dringt sie in eine ganz neue Leistungsdimension für Wendemaschinen vor. Akzidenzanwender, die Achtfarbenmaschinen für die 4 über 4-Produktion einsetzen, wird das freuen, da sie nun genauso leistungsstarke Technik zur Verfügung haben wie Betriebe, die mit reinen Schöndruckmaschinen arbeiten.

In der Optimierung der Jobreihenfolge liegt weiteres Potenzial, den täglichen Output von Bogenoffsetmaschinen zu erhöhen. Koenig & Bauer stellt dafür mit der Rapida 106 X ein nagelneues Tool vor: den Job Optimizer. Er fungiert als Bindeglied zwischen MIS und PPS und optimiert die in der Lieferterminplanung vom MIS vorgegebenen Aufträge nach technologischen und maschinenspezifischen Parametern. Zu den ersten gehören Format, Grammatur, Lackart und Qualitätsstufen von komplexen Formen. Bei den zweiten handelt es sich um mögliche parallele Prozesse oder Formen, die sich zum Sauberdrucken eignen, anstatt zeitintensivere Waschprozesse auszulösen. Die Rüstzeiten lassen sich durch die optimierte Druckreihenfolge noch einmal auftragsabhängig um 30 bis 50 Prozent senken.

Ob die OEE-Kriterien (Gesamtanlagen-Effektivität) eingehalten werden, darüber informiert das neue LogoTronic Cockpit. Just-in-time analysiert es alle Produktionsdaten sowie -zeiten und stellt diese in übersichtlichen Grafiken dar. Auf einen Blick ist vergleichbar, wie sich Fortdruckleistungen und Rüstzeiten gegenüber den Referenzeinstellungen entwickeln. Parallel kann anhand der Produktionsdaten eine Nachkalkulation erfolgen, die sich mit den geplanten Werten vergleichen lässt. Sie weist Gewinne und Verluste in Echtzeit aus.

Smartes Bedienkonzept: Die ErgoTronic App macht den Leitstand mobil (4)

3.     Sichere Prozesse – sicher im Druck

Bei den Messsystemen setzt Koenig & Bauer ebenso Standards. Mit einem Kamerasystem (bei Schön- und Widerdruckmaschinen zwei Kameras) lassen sich bis zu drei Funktionen abbilden: Inline-Farbregelung, Bogeninspektion inkl. Fortdruckkontrolle sowie der Vergleich der bedruckten Bogen gegen das Vorstufen-PDF.

QualiTronic ColorControl misst Bogen für Bogen die Farbdichten im Druckkontrollstreifen. Anhand der gemessenen Werte regelt das System alle zehn Bogen die Farbe. Verbunden mit dem reaktionsschnellen Farbwerk der Rapida 106 X sind die Jobs so besonders schnell in Farbe – die Anzahl der Makulaturbogen beim Anfahren sowie nach dem Maschinenstopp sinkt spürbar: Job- und qualitätsabhängig auf 25 bis 50 Bogen.

QualiTronic PrintCheck erweitert die Inline-Farbregelung um eine Fortdruckkontrolle. Nach Druckbeginn lernt das System mehrere Gutbogen ein, aus denen es eine Referenz erzeugt. Danach vergleicht es alle Folgebogen mit dieser Referenz. Erkannte Unterschiede werden optisch dargestellt und optional mit Streifen im Stapel gekennzeichnet. Alle diese Prozesse erfolgen rüstzeitfrei und vollständig autonom.

Der Vergleich der Druckbogen gegen das Kunden-PDF erfolgt mit QualiTronic PDFCheck. Mit dem System lassen sich bereits vor dem Start der Druckproduktion Fehler erkennen – ein großes Plus gerade für Internet- oder Verpackungsdrucker. Der PDF-Vergleich erfolgt im Fortdruck Bogen für Bogen mit 100 dpi. Erkennt das System Unterschiede zum PDF, erhält der Bediener eine Aufforderung zum Eingreifen. Ein Protokoll informiert über die gedruckte Qualität.

QualiTronic PDF HighRes inspiziert die Bogen noch genauer. Mit 290 dpi erfolgt die Inhaltskontrolle jedes Druckbogens. Kleinste Fehler und Abweichungen bis zu ca. 90 µm lassen sich ermitteln, visualisieren und protokollieren. Dafür werden zwei zusätzliche Kameras an der Rapida 106 X installiert.

Smarte Tools für intuitive Prozesse

Wenn die Toleranzen in Bezug auf Farbe stimmen, informiert Traffic Light mit einem einfachen Ampelsystem über die Qualität der Produktion. Dabei lassen sich drei unterschiedliche Qualitätslevel vorgeben. Ist die Ampel grün, stimmt die Qualität und der Gutbogenzähler aktiviert sich automatisch. Mit Traffic Light lässt sich Makulatur reduzieren, eine definierte, vergleichbare Qualität drucken und eine über den gesamten Job wirkende Kontrolle realisieren.

Mit den Rapida LiveApps bietet Koenig & Bauer smarte Tools für den Druckprozess . Mit der ErgoTronicApp lässt sich die Maschine komplett auf einem mobilen Endgerät abbilden. Die Drucker finden alle Daten zum aktuellen und nachfolgenden Job, die Produktionsdauer, Meldungen sowie Wartungshinweise inkl. Hilfestellungen, um diese auszuführen. Sie macht den Leitstand mobil. Mit der ProductionApp lassen sich die Lager verwalten, Chargen verfolgen u. v. a. m. Auch im Nachhinein verschafft die App einen genauen Überblick darüber, welche Druckjobs mit welchen Chargen der Materialien, Farben sowie Hilfsmittel produziert wurden.

Das Design der Rapida 106 X verkörpert Souveränität, Dynamik und Eleganz – und das ins kleinste Detail hinein (5)

4.     Weniger Wartung – länger in Produktion

Datenbasierte Services und digitale Geschäftsprozesse schaffen die Grundlage zur Optimierung von Wartungen an den Bogenoffsetmaschinen von Koenig & Bauer. Die meisten kundenorientierten Services basieren auf den Leistungsdaten der Maschinen und deren Logfiles.

PressCall verbessert die Kommunikation bei der Fernwartung und optimiert die Kommunikation durch den Wegfall von Sprachbarrieren. Visual PressSupport erweitert die Möglichkeiten der Fernwartung um einen direkten Einblick in die Maschine über das Smartphone des Bedieners. Über Fotos und Videos, Tonübertragung sowie Kommentarfunktionen lassen sich Fernwartungsanliegen deutlich besser beschreiben und leichter Hilfestellungen hinsichtlich Prozesstechnik und Mechanik geben.

Ein monatlicher Performance Report stellt die Leistungsdaten sowie Key-Performance-Indikatoren der Maschinen in übersichtlicher grafischer Form dar. Zudem lassen sich die Leistungsdaten intern und extern mit gleichartig eingesetzten Maschinen vergleichen – natürlich anonym.

DriveTronic-Einzelantriebstechnik (hier die ziehmarkenfreie Anlage DriveTronic SIS) bieten funktionale Alleinstellungen (6)

5.     Digitalisierung – top in Profitabilität

Dank künstlicher Intelligenz und unter Nutzung der Sensormeldungen der Maschinen entstanden und entstehen immer neue Angebote, um höchste Produktivität der Rapida 106 X sicherzustellen, ihre Verfügbarkeit zu erhöhen und zwischen Anwendern und Hersteller einen engen Austausch auf digitalen Kanälen zu ermöglichen. Dieser erfolgt über die Customer Community als zentralem Kontaktpunkt. Hier lassen sich neue Cases anlegen, offene Cases und Performance Reports einsehen und weitere digitale Services nutzen. Anwender und Hersteller greifen auf eine identische Informationsbasis zu und sind in der Zusammenarbeit auf dem gleichen Stand. Die Customer Community wird zukünftig alle digitalen Services unter einem Dach vereinen.

Immer wichtiger werden Sensordaten aus der Maschine, um Fehler bereits zu lokalisieren, bevor ein Maschinenausfall entsteht. Mit Methoden der künstlichen Intelligenz ist es möglich, Sensormeldungen des Normalverhaltens der Maschinen von nicht normalem Verhalten zu trennen. Sobald Unregelmäßigkeiten auftreten, greifen Bots ein, die automatisch einen Service-Case generieren. Der zuständige Service-Mitarbeiter leitet definierte Maßnahmen ein und nimmt gegebenenfalls umgehend Kontakt mit dem Anwender auf, um eine ungeplante Stillstandszeit zu verhindern und eine geplante Wartung zu vereinbaren.

Basierend auf Betriebs- und Maschinendaten entsteht mit der Option Performance Analytics Plus ein neues und flexibles Reporting-Tool der LogoTronic, das zukünftig über die Customer Community erreichbar ist. Performance Analytics Plus versetzt die Druckbetriebe in die Lage, Prozesse aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren, um die Performance der Rapida-Technik weiter zu erhöhen. Die Historie von Aufträgen, Maschinenzeiterfassung und vieles mehr lässt sich ad hoc in flexiblen Dashboards visualisieren und damit an individuelle Bedürfnisse anpassen. Auch komplexe Trendanalysen, mit denen sich langfristige eigene Strategien monitoren lassen, sind mit wenigen Klicks realisierbar.

Alle diese Details machen aus der Rapida 106 X die leistungsstärkste und effizienteste Mittelformat-Rapida, die es je gab.

Der Lackplattenwechsel ist an der Rapida 106 X ebenso automatisiert und dank SAPC werkzeugfrei in unter zwei Minuten bewerkstelligt (7)

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Martin Dänhardt
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